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Wie ist das mit dem Apfel? Oder mit Linux?
Diese Fragen sind mir in den letzten Jahren immer wieder gestellt worden. Ich fasse meine Erfahrungen in einem längeren Statement zusammen.

Der n-stick 2.0 ist, genau wie sein Vorgänger, kein Zauberstab, der bewirkt, was ansonsten in der Realität niemandem gelingt.
Man muss einfach hinnehmen, dass es für PC-Hardware derzeit drei große Betriebssysteme gibt. Wofür man sich auch entscheidet, es ist zunächst immer auch eine Entscheidung gegen die anderen beiden.
Wenn man die mobilen Endgeräte hinzunimmt, wird die Zahl einfach noch größer. Dann haben wir mindestens 5 zunächst unvereinbare Betriebssysteme.
Die Verwendbarkeit des n-stick 2.0 werde ich nun anhand einiger Szenarien darzustellen versuchen.

Szenario 1: Windows in der Schule / Windows privat
Dieses Szenario war das Ausgangsszenario für die Entwicklung des n-sticks. Bei diesem Szenario hat man als Nutzer überall eine identische Arbeitsoberfläche. Auf dem Wirts-PC müssen nur folgende Voreinstellungen gemacht sein:

  • USB-Anschlüsse nicht abgeschaltet,
  • Externe Software darf gestartet werden,
  • Bei verschlüsseltem Stick zusätzlich:
    • Der lokale Nutzer hat Admin-Rechte oder
    • Der lokale Admin hat die passende TrueCrypt-Version installiert.
      Diese Vorgaben macht TrueCrypt, nicht der n-stick! Wer mit Verschlüsselung arbeiten will, muss diese Vorgaben immer erfüllen!

Szenario 2: Windows in der Schule / Linux privat oder umgekehrt
Auf den Windows-PCs gilt das für Szenario 1 Gesagte. Auf den Linux-PCs könnte man den n-stick (und seine Programme) als Windows-Programme in der Emulations-Software WINE betreiben. Das verlangsamt das Ganze aber durchaus.
Eine schlaue Alternative besteht darin, auf Linux-Systemen den n-stick einfach als USB-Stick zu betreiben und die darauf gespeicherten Dateien mit den Linux-Programmen zu öffnen und zu bearbeiten. Bei den beliebtesten n-stick-Programmen handelt es sich ja sowieso um Open-Source-Programme, die auch in einer Linux-Version vorhanden sind. Da macht es bspw. wenig Sinn, ein Text-Dokument innerhalb einer Emulation durch das Windows-LibreOffice zu öffnen, anstatt direkt mit dem Linux-LibreOffice.

Szenario 3: Windows in der Schule / Apple privat oder umgekehrt
Auf den Windows-PCs gilt das für Szenario 1 Gesagte. Auf den Apple-PCs könnte man den n-stick (und seine Programme) als Windows-Programme innerhalb von Parallels oder Boot Camp betreiben. Das setzt den Erwerb der benötigten Lizenzen voraus. In meinem Bekanntenkreis ist bei fast allen Apple-Nutzern eine der beiden Alternativen auf den Apple-PCs vorhanden.
Eine weitere Alternative besteht darin, auf Apple-Systemen den n-stick einfach als USB-Stick zu betreiben und die darauf gespeicherten Dateien mit den Apple-Programmen zu öffnen und zu bearbeiten. Bei den beliebtesten n-stick-Programmen handelt es sich ja sowieso um Open-Source-Programme, die auch in einer Apple-Version vorhanden sind. Da kann man ein Text-Dokument dann auch direkt in der Apple-Version von LibreOffice öffnen.

Szenario 4: Linux in der Schule / Apple privat oder umgekehrt
Hier macht der Einsatz des n-sticks keinen Sinn.

Szenario 5: n-stick 2.0 als feste Installation auf Windows-Net-/Notebooks oder PCs
Dieses Szenario ist mittlerweile mein heimlicher Favorit, weil immer mehr Schüler oder Lehrer mit privaten Geräten in die Schule kommen. Sie haben dadurch alle Vorteile des n-sticks ohne die Nachteile des langsameren USB-Betriebs in Kauf nehmen zu müssen.
Wer dann noch als Lehrer die Möglichkeiten des Medien-Fensters konsequent nutzt, hat auch gleichzeitig seinen Medienbaum und die passenden Medien für seinen Unterricht immer dabei!




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